2. Glückssonett

Moment noch, deine Lippen kühlt der Wind,
als meine Zungenwärme innehält.
Dich spüren, hat mir deinen Sinn erhellt:
Ich bin in unsrem Kusse Glückes Kind.

Bevor die Wärme ganz verkühlt, geschwind
Hab ich mich näher vor dich hin gestellt
Und dich mit allem was auch dir gefällt
Berührt, bis sich die Lippen einig sind.

Solch Gleichklang schwingt durch jeden Augenblick,
Da Lippen, Zungen gleicher Sprache sind,
Bevor ein jede andern Aufschlag spricht.

So halt ich fest dein lebendes Gesicht
Versink in Lippen, bis die Zeit gerinnt.
Denn nur den einen Kuss lang küsst das Glück.

Detlef Fischer
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